Der ultimative Reiseführer für die italienischen Regionen

Italien ist ein Land, so unterschiedlich wie schön. Seine Einwohner fühlen nicht nur Leidenschaft für ihre eigene Region, sondern auch für ihr Land als Ganzes. Zwischen lebhaften Städten wie Rom und Mailand gibt es Gebiete von atemberaubender natürlicher Schönheit wie die Cinque Terre sowie majestätische Seen, welche sich auf den südlichen Inseln befinden. Wenn Sie eine Reise nach Italien planen, gibt es viele Dinge zu entdecken. Also, wir haben am obersten Teil des Stiefels begonnen und uns nach unten zum Absatz durchgearbeitet, um Ihnen einen ultimativen Reiseführer über die verschiedenen italienischen Regionen anbieten zu können. 

Norditalien

Piemont

DasPiemontist eine der am nördlichsten gelegenen Regionen Italiens und für seine raffinierte Küche bekannt. Als Region der Weinberge (Barolo) und daher Heimat einiger der besten Weine Italiens ist dieses Ziel zufälligerweise auch der Ort, an dem jedermanns Lieblingsschokolade aufs Brot gestrichen wird. Nutella wurde geboren. Der Brotaufstrich erhält seinen köstlichen Geschmack durch die Haselnuss aus der Region. Die Hauptstadt des Piemont ist Turin, eine wundervolle Stadt voller imperialer Architektur, in welcher zurzeit ein Hipstertrend stattfindet. Mit seinen schönen Museen, weltoffenen Cafés und den angrenzenden prächtigen Landschaften ist es bestens für eine Pause von der Stadt geeignet -- besonders wenn Sie sich für Fußball interessieren (Juventus, ein professioneller italienischer Fußballverein, befindet sich in Turin). Tipp: Im Piemont wird Pasta groß und Eintopf noch größer geschrieben. Und vergessen Sie nicht, auf der Speisekarte nach Trüffel zu schauen. 

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Ligurien

Ligurien liegt südlich von Turin und Mailand und ist gesäumt von geschwungenen Hügeln und Bergen, von welchen aus man bis auf die Küste und ihre überwältigenden Strände blicken kann. In Ligurien ist Genua die wichtigste Stadt, welche mit einer hübschen Altstadt und einem tollen Aquarium aufwartet. Das größte Juwel der Region aber sind die Cinque Terre. Als UNESCO-Welterbestätte beheimaten die Cinque Terre malerische kleine Städte mit Blick über das Meer. Da die Touristenzahlen anschwellen, begeben Besucher sich ins Landesinnere zu den Wanderpfaden, welche in Bezug auf die optische Attraktivität locker mit der Küstenregion mithalten können. Die hiesige Küche beinhaltet einen Mix aus Fisch und üppigen Gerichten aus den Bergen. Denken Sie zum Beispiel an Focaccia aus Genua oder Pasta und Pesto, hergestellt aus den lokal wachsenden Pinienkernen. 

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Lombardei

Als eine der reichsten Regionen Europas ist die Lombardei Heimat großartiger Kunst, Kultur und Speisen. Zu den wichtigsten Städten, die es zu besuchen gilt, zählen das zum Mythos erhobene Mode-Mekka Mailand, Mantua, Cremona und das herrliche Bergamo, in welchem nebst einer Menge historischer Gebäude auch schneebedeckte, auf die Stadt herabblickende Berge bestaunt werden können. Die Küche (Risotto, Eintöpfe und Senffrüchte sind Spezialitäten) ist genauso üppig wie die Region selbst. Abgesehen von den Einkaufszentren und Museen ist die Lombardei auch für ihre Seen berühmt. Der Gardasee, Como, der Lago Maggiore und Iseo gehören zu den malerischsten Orten in Norditalien. Die Preise während der Ferienzeiten sind jedoch hoch, was etwas mit der Tatsache zu tun haben mag, dass Besucher draußen am Comer See einen Blick auf George Clooney erhaschen könnten.

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Venetien und Friaul

Rechnen Sie mit in Strömen fließendem Wein und ausgelassener Heiterkeit bei den Menschen in den Regionen Venetien und Friaul. Zu den sehenswertesten Orten gehören das berüchtigte Venedig, das hübsche Verona und Triest -- welche allesamt problemlos während eines einzigen Ausflugs besichtigt werden können. Religion spielt hier eine wichtige Rolle, sogar mehr als in den anderen Regionen Italiens. Die Küche hat noch mehr leckere Pasta und Risotto zu bieten, jedoch mit Betonung auf frische Meeresfrüchte aus der Lagune. Probieren Sie die tiefgefrorene Weichschalenkrabbe, eine wohlschmeckende venetische Delikatesse.  

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Emilia-Romagna

Bei Ihrem Besuch in der Emilia-Romagna, der Region, welche sich vom Apenninengebirge bis zum Po im Norden erstreckt, dürfen Sie einen entspannten Lebensstil erwarten. Die Orte, die man gesehen haben muss, sind Modena, Parma und Bologna -- allesamt wunderschöne Städte mit umwerfender Architektur und einer unglaublichen Küche. Das Essen ist reichhaltig und überall ausgezeichnet, wo immer Sie sich befinden mögen. Außerdem ist es hier viel günstiger als im Norden. Genießen Sie leckeren Käse (besonders Parmigiano-Reggiano), Spezialitäten aus Schweinefleisch wie Porchetta und die beste Pasta der Welt. Möchten Sie Urlaub machen wie die Italiener, dann wenden Sie sich von den großen Städten ab und begeben Sie sich in die kleineren Städte mit Blick auf die Adria. Beachten Sie jedoch, dass in diesem Teil der Küste Euro-Discos und Hotels weit verbreitet sind, was Ihnen möglicherweise gefällt oder auch nicht. 

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Zentralitalien

Toskana

Dass die Toskana mit ihren wunderschönen Landschaften, leckeren Speisen, hervorragenden Weinen (unter anderem Brunello di Montalcino und Chianti) und tollen Museen für viele eine bevorzugte Region darstellt, ist keine Überraschung. Zwar ist Florenz eine fantastische Stadt und sollte auf jeden Fall auf der Reiseroute liegen, doch gibt es noch ein paar weitere genauso bezaubernde -- und ruhigere -- sehenswerte Städte im Val d'Orcia, wie zum Beispiel San Gimignano und Chianti. Wer etwas Zeit am Wasser verbringen möchte, für den ist das mit herrlichen Sandstränden gesegnete Tyrrhenische Meer ein guter Ort. 

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Latium

Aufgrund der Kombination aus übermäßigen Touristenzahlen, extremer sommerlicher Temperaturen und unzuverlässigen Dienstleistungen ist die Stadt zum Leben vielleicht nicht so einfach, für Besucher aber ist Rom (die Hauptstadt der Region Latium) wohl eine der großartigsten Städte der Welt. Die erstaunliche Geschichte, das Essen, die Architektur und die Kunst erzeugen einen kulturellen Schmelztiegel, der seinesgleichen sucht. Denken Sie daran, Sie sind erst dann ein Tourist, wenn Sie eine zweistündige Schlange in Vatikanstadt gemeistert haben, um die Sixtinische Kapelle zu sehen. Außerhalb von Rom hat das übrige Latium niedrigere Preise zu bieten, außerdem findet man Städte abseits ausgetretener Pfade wie Orvieto, Landhäuser ehemaliger römischer Eroberer (Villa Adriana), wundervolle Landschaften mit römischen und etruskischen Ruinen sowie Kirchen im Niemandsland (San Galgano). Es handelt sich auch um eine der besten italienischen Regionen für einen Roadtrip, vielleicht möchten Sie also in Rom einen Wagen mieten, um die Landschaft zu erkunden. 

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Marken, Umbrien, Abruzzen und Molise

Zwar sind dies die kleineren Regionen des Landes, dennoch verfügen die Marken, Umbrien, die Abruzzen sowie Molise über atemberaubende Landschaften. Die hiesigen Bevölkerungszahlen sind nicht groß, daher können Sie mit ruhigen Städten, geschwungenen Hügeln, ländlichen Weinbergen und vielen Schafen auf ihrem Weg über die Felder rechnen. Zu den schönen Orten, die man sich ansehen sollte, zählt der unterschätzte Nationalpark der Abruzzen, wo auch Wölfe die umwerfende Kulisse genießen -- Vorsicht also. 

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Süditalien

Kampanien

In Kampanien dreht sich alles um Pizza, uralte Ruinen, dramatische Küsten und bezaubernde, ländliche Ortschaften. Capri und die Amalfiküste sind dank ihrem romantischen Reiz hier die Hauptattraktionen. Pastellfarbene Städte wie Positano und Ravello, welche beide von Klippen und Meer umgeben sind, sind an der Amalfiküste besonders bekannt. Die Hauptstadt von Kampanien ist Neapel, eine vergnügte und unruhige Stadt, wo die Pizza der Knaller ist. Wenn man die Hole-in-the-Wall-Sprizbars erforscht, kommt man sich vor wie ein kühner Stadtentdecker. Mit dem Zug können Sie die lebhafte Stadt von Rom aus in etwas mehr als einer Stunde erreichen.

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Kalabrien

Tolle Pizza, umwerfende Erdbeeren, leckere 'Nduja (mit allem) und Cipolle di Tropea sind nur einige der Gründe, aus denen Süditalien behaupten kann, das beste Essen des Landes zu besitzen. Beachten Sie bitte, dass es schwierig werden kann, die versteckteren und abseits gelegenen Orte zu finden, die Ihnen jeder empfehlen wird, zumindest ohne die Hilfe eines italienischen Freundes oder Reiseführers. Als Heimat klaren Wassers, welches sich perfekt zum Schnorcheln und Schwimmen eignet, ist Kalabrien auch günstiger als Apulien, falls Ihr Budget begrenzt ist. In einigen Städten gibt es wegen der 'Ndrangheta (lokale Mafia) zwielichtige Gegenden und schlechtere sozioökonomische Perspektiven. Planen Sie also, wo Sie übernachten möchten (so wie auch bei jedem anderen Reiseziel), bevor Sie Ihre Reise buchen.

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Apulien

Apulien, eine der am meisten unterschätzten Regionen Italiens, hat die perfekte Kombination aus wunderschöner Landschaft, leckerem Essen und freundlichen Einheimischen zu bieten. Griechische und arabische Einflüsse lassen sich in Kunst und Kultur in Städten wie Lecce und Bari finden. Außerdem sorgen viele lokale Feste dafür, dass das Gemeinschaftsgefühl erhalten bleibt, während man sich zur Privatsphäre an die Küste zurückziehen kann. Wer sich für Letzteres entscheidet, bekommt die Gelegenheit, in einem der saubersten Gewässer Italiens zu baden. 

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Sizilien

Die größte italienische Insel, Sizilien, lockt Reisende mit seiner antiken Kunst und Architektur, idyllischen Städten am Meer sowie einem reichen kulturellen Erbe an. Dank seinem fruchtbaren Ackerland und seinen fischreichen Gewässern ist Sizilien zufälligerweise auch eine der weltweit besten Adressen, wenn es um Speisen geht. Auch wenn die Insel im Sommer am beliebtesten und daher am überfülltesten ist, kann sie das ganze Jahr über besucht werden. Verpassen Sie nicht die Hauptstadt Palermo, von welcher aus man einfachen Zugang zum Meer und zu den umliegenden Inseln hat. Hier können Sie auch die Kathedrale aus dem zwölften Jahrhundert besichtigen, einem Konzert am Teatro Massimo (dem größten Opernsaal in Europa) beiwohnen und traditionelle Gerichte auf Märkten unter freiem Himmel probieren. Die auf einem Hügel gelegene Stadt Taormina, welche das antike griechische Theater (gebaut im dritten Jahrhundert v. Chr.) sowie den mittelalterlichen Corvaia-Palast beherbergt, ist auch einen Besuch wert. Und in Agrigent befindet sich das Tal der Tempel, ein UNESCO-Welterbe, bestehend aus sieben dorischen Tempeln.

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Sardinien

Obwohl Sardinien etwas kleinen ist als Sizilien (Italiens zweitgrößte Insel), sind die Strände denen auf Sizilien überlegen. Dank dem feinen, weißen Sand und dem grünen Wasser sind die juwelenartigen Strände der Costa Smeralda (Smaragdküste) im Norden besonders prächtig. Aus diesem Grunde ist Sardinien der Himmel für Strandliebhaber und aktive Personen -- man kann surfen, segeln, schnorcheln, tauchen, reiten und wandern. Zusätzlich zu den Stränden gibt es auf der ganzen Insel auch historische und archäologische Stätten. Olbia im Nordosten zum Beispiel war im Mittelalter ein sehr wichtiger Meereshafen. Heute können Sie dort die Basilika von San Simplicio wie auch phönizische und karthagische Ruinen sehen. Was die sardinische Küche angeht, können Sie Gerichte erwarten, bei denen es sich hauptsächlich um Fisch dreht. Probieren Sie auf jeden Fall auch den lokalen Pecorino-Käse. Wenn Sie ein Auto mieten möchten, empfehlen wir Ihnen, in Cagliari zu beginnen, einer Stadt, die berühmt für ihre historische Architektur ist, und von dort aus die Insel zu erkunden.  

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