Die besten Tagesausflüge von Rio de Janeiro (Plus ein paar lange Wochenendtouren)

Bei seiner unvergleichlichen Strandszene, der atemberaubenden Berglandschaft, den Funk- und Samba-Klängen, dem vielfältigen Nachtleben und dem erstaunlichen kulturellen Angebot könnte man denken, dass es wenig Grund gibt, Rio de Janeiro zu verlassen. Und während die Stadt selbst eine Woche (oder mehr) in Anspruch nehmen könnte, gibt es bei einer relativ kleinen Spritztour durch Rio noch viel mehr zu entdecken. Die umliegende Region ist voller fast menschenleerer Strände, subtropischer Inseln und historischer Kolonialstädte. Der beste Teil? All diese Ziele können bei einem Tages- oder Wochenendausflug besucht werden, was Ihnen eine noch breitere Sicht auf die faszinierende Kultur und die atemberaubende Naturlandschaft des südlichen Brasiliens gibt.

Ilha Grande

Murray Foubister/Flickr

Rio ist eine der größten Städte in Lateinamerika und die zweitgrößte in Brasilien, was bedeutet, dass es ein überfüllter, hektischer Ort sein kann. Für einen kompletten Tempowechsel gegenüber dieser Umgebung ist Ilha Grande ein Glücksfall. Während viele der Strände auf dem brasilianischen Festland durch viele hoch aufragende Entwicklungen gekennzeichnet sind und alle Arten von Verkäufern Lebensmittel, Souvenirs und alles dazwischen verhökern, bleiben die Strände von Ilha Grande glückselig frei von – nun – allem. Fähren vom Festland gehen in Vila do Abraão vor Anker, einem ländlichen, autofreien Paradies und dem zugegebenermaßen unaufdringlichen Handelszentrum der Insel. Wahnsinnig frische Meeresfrüchte sind in den zwanglosen Restaurants der Insel reichlich vorhanden und die meisten Strände sind nur mit einem Boot zu erreichen. Dazu gehören Praia Lopes Mendes (oft auf den Listen der schönsten Strände der Welt aufgeführt) sowie Praia Santo Antonio und Praia Parnaioca. Es gibt auch viele Wanderwege, die durch die Regenwälder und Dschungel der Insel führen. Für diejenigen, die übernachten möchten, stehen Camping und preiswerte Hotels zur Verfügung. Fähren zur Insel fahren von mehreren Orten ab, obwohl der früheste und von Rio aus am einfachsten zu erreichende bei Mangaratiba liegt. 

Niteroi

Rodrigo Soldon/Flickr

Niteroi liegt gegenüber von Rio auf der anderen Seite der Guanabara-Bucht und ist in vielerlei Hinsicht Teil des städtischen Gefüges der Region Rio de Janeiro. Während Niteroi per Bus und Auto auch gut über eine der längsten Brücken Brasiliens erreichbar ist, werden die meisten Touristen wohl mit der Fähre von Rios Centro hierher kommen. Mit dem schnellen Schiff dauert die Fahrt nur 10 Minuten und dabei kann man die unschlagbare Aussicht auf die Guanabara-Bucht und die umliegenden Berge genießen. Sobald Sie in Niteroi angelegt haben, stiehlt die Architektur allem anderen die Show: Hier stehen zwei der berühmtesten Werke des brasilianischen Modernisten Oscar Niemeyer. Dies ist auch der einfachste Weg, um seine Werke zu sehen, ohne in die Hauptstadt des Landes, nach Brasilia, zu fliegen. Die bekannteste seiner Schöpfungen hier ist das Niteroi Contemporary Art Museum, das sich in einem beeindruckenden Gebäude befindet, welches an eine fliegende Untertasse erinnert. Der Ausblick von hier aus ist kaum zu schlagen, insbesondere bei Sonnenuntergang. In Niteroi gibt es auch historische Festungen sowie viele Strände, von denen manche abgeschieden sind und andere vor Menschen wimmeln. Es gibt auch viele gehobene Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Einen Vorgeschmack auf Letztere bekommen in den Straßen hinter dem Strand von Icarai.

Paraty

Michell Zappa/Flickr

Paraty ist eine der am beeindruckendsten erhaltenen historischen Städte in ganz Brasilien. Während Rios historisches Zentrum voller bröckelnder Relikte der Vergangenheit ist und in Verkehr erstickt, ist Paraty so schön wie ein Gemälde. In der Gegend hier fühlt man sich Lichtjahre weit vom hektischen Rio entfernt. Hier gibt es steile grüne Berge, traumhaften Strände und jede Menge intimen Charme. Das Kronjuwel von Paraty ist jedoch das koloniale Stadtzentrum. Die Kopfsteinpflasterstraßen sind für den Verkehr gesperrt, sodass sich das Zentrum perfekt für romantische Spaziergänge oder ungezwungene Erkundungstouren eignet. Es gibt eine Reihe von Cafés und Restaurants sowie zahlreiche Kunstgalerien in der ganzen Stadt, aber bedenken Sie, dass Paratys Reize kein Geheimnis sind. Es ist ein bekannter Name auf dem touristischen Radar, aber genau diese Mischung aus lokalem brasilianischen Flair, atemberaubender Kolonialarchitektur und Expats aus der ganzen Welt ist es, die diesen winzigen Ort zu so einem heißen Tipp macht. Mit dem Auto ist dies etwas über vier Stunden von Rio entfernt.

Prainha-Strand

Yacine Petitprez/Flickr

Eigentlich müssen Sie die Stadtgrenze von Rio de Janeiro nicht verlassen, um einen Strand zu finden, an dem Sie das Gefühl haben, weit weg von allem zu sein. Der Prainha-Strand liegt zwar innerhalb der offiziellen Grenzen von Rio, macht aber einen ganz anderen Eindruck als überfüllten Strände der Zona Sul. An den Wochenenden kann zwar auch hier viel los sein, aber während der Woche werden Sie sich wahrscheinlich fühlen, als hätten Sie den Sand ganz für sich alleine. Auf den umliegenden Hügeln wächst Dschungel. Sie gehören zu einem Naturschutzgebiet und sind daher frei von sich auftürmenden Wolkenkratzern oder anderen Bauvorhaben. Es gibt einige Kioske, die Essen und Getränke anbieten, aber ansonsten ist die Szene hier eher unauffällig. Die Gegend ist vor allem bei Surfern beliebt. Wie an den meisten Stränden in den südlichen Regionen Rios kann die Unterströmung hier tückisch sein, also Vorsicht beim Schwimmen. Man kann auch eine gemütliche Wanderung auf den Hügel hinter dem Strand unternehmen, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Umgebung hat. Mit dem Auto oder Taxi ist die Anreise am einfachsten (die Fahrt von der Copacabana dauert je nach Verkehrsaufkommen etwa eine Stunde). Eine Warnung: Sie sollten frühzeitig ankommen, um sich einen Parkplatz zu sichern.

Petropolis

Rodrigo Soldon/Flickr

Nur 90 Autominuten nördlich von Rio de Janeiro befindet sich Petropolis,ein weiteres schnell erreichbares Reiseziel, bei dem man zweifelt, ob man überhaupt noch in Brasilien ist. Die Stadt liegt am Rande des Nationalparks Serra dos Orgaos und bietet eine atemberaubende Naturkulisse mit steilen Klippen und grünen Bergen. Hier gibt es eine Reihe historischer Schätze zu entdecken, darunter das Kaiserliche Museum und die beeindruckende Petrus-von-Alcantara-Kathedrale. Die Stadt ist aber auch ein idealer Ausgangspunkt zur Erkundung der umliegenden Hügel und Berge, in denen es haufenweise Wanderwege, Wasserfälle und allerlei Wildtiere gibt. Petropolis ist ein bei den Cariocas (die Bewohner von Rio) beliebter Berg. Im Sommer sorgt das vergleichsweise frischere Klima für eine dringend benötigte Abkühlung von der sengenden Hitze von Rio. Daher kann man diesen Ort während eines Tagesausflugs oder eines langen Wochenendes besuchen. 

Buzios

Rodrigo Soldon/Flickr

Buzios bietet Cariocas, denen die schicken Straßen von Leblon und Ipanema nicht genügen, einen glamourösen Ausweg im Osten der Stadt. Buzios ist jedoch kein ruhiger und entspannter Rückzugsort. Stattdessen finden Sie lebhafte Promenaden direkt am Strand, exklusive Einkaufsmöglichkeiten, Spitzenrestaurants und eine Menge Nachtleben, besonders in Armacao dos Buzios (der größten Stadt der Region Buzios). Dieses Erholungsgebiet war einmal ein beliebter Ferienort von Hollywood-Stars und die Atmosphäre ist bis heute relativ luxuriös geblieben. Es gibt eine fast unendliche Anzahl von Stränden, die sich alle in kleinen, hübschen Buchten befinden. In welcher Stadt Sie auch immer Quartier beziehen, bis zum Strand werden Sie es wahrscheinlich nie allzu weit haben. Sie sollten lediglich bedenken, dass in der Hauptsaison (November bis März) jede Menge Cariocas, Brasilianer und internationale Touristen hierher strömen, sodass es ziemlich voll sein wird. Buzios ist eher ein Zielort für ein langes Wochenende, da es mit dem Auto fast vier Stunden von Rio entfernt ist. 

Arraial do Cabo und Ilha do Farol

Leonardo Shinagawa/Flickr

Wenn die alkoholtriefende Partyszene von Buzios nicht Ihr Ding ist, könnte Arraial do Cabo eine bessere Wahl sein. Hier sind hellblaues Meer und weiße Sandstrände angesagt und an den meisten Tagen sind die Strände deutlich weniger überfüllt als in Buzios und Rio. Verbringen Sie Ihre Zeit damit, durch das Wasser zu waten, das die östliche und westliche Seite der Stadt begrenzt (die Ostseite hat eine ruhigere Brandung und dieses charakteristische Wasser im Tropenfarbton), oder besuchen Sie die Strände, die lokal als Kleine Strände bekannt sind -- As Prainhas do Pontal do Atalaia. 

Alternativ können Sie eines der vielen die Stadt verlassenden Boote nach Ilha do Farol nehmen, einer schönen Insel, die unberührte Strände hat und am besten zu Fuß erforscht wird. Schnorcheln und Tauchen sind in dieser Gegend auch atemberaubend, zum Teil wegen der Zahl der Schiffswracks im Wasser vor der Küste. Auch dieses Gebiet ist am besten für Übernachtungsbesuche oder Wochenendausflüge geeignet.

Hotelauswahl

Der Pool im Hilton Rio de Janeiro Copacabana/Oyster

Rio de Janeiro ist eine der am häufigsten besuchten Städte der Welt. Wenn Sie also hier einen Urlaub planen, haben Sie die Auswahl aus einer enormen Vielfalt an Unterkunftsmöglichkeiten. Der Hauptteil der Tourismusaktivitäten findet in der Zona Sul statt, die aus den drei wohl berühmtesten Strandvierteln von Rio besteht: Copacabana, Ipanema, und Leblon. Um einen erstklassigen Ort genau zwischen Copacabana und Ipanema zu finden, wählen Sie das Arena Ipanema Hotel, das eine fantastische Dachterrasse und einen Dachpool hat, ein tolles kostenloses Frühstück und neue Innenräume. Wenn Sie ein Boutique-Hotel mit seiner eigenen zwanglosen Partyszene bevorzugen, kann Casa Mosquito, das eigentlich in der Favela zwischen Ipanema und Copacabana liegt, eine moderne Möglichkeit sein. Und wenn Sie lieber im teuren Leblon sein möchten, sehen Sie sich das Marina All Suites an, das einen großartigen Meerblick hat. 

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